Übung 14.06.2010
Die Abteilung Mosbach-Stadt führte am Montag (14.06.2010) eine Übung in den Kellerräumen des Bistros „Kandelschuss“ durch. Angenommene Lage war, dass ein PKW-Fahrer, aus Richtung Pfalzgraf-Otto-Straße kommend, sein Lenkrad verrissen hatte und dadurch in den Eingangsbereich des Bistros gekracht ist. Aufgrund des Aufpralls kam es zu einem Brand im Motorraum und daher zu einer Rauchausbreitung in den Gasträumen. Da der Ausgang durch Rauch und Flammen versperrt war, flüchteten 10 Besucher bzw. Mitarbeiter in die Gewölbekellerräume in den hinteren Bereich, welche schon im zweiten Weltkrieg als Luftschutzräume dienten. Da diese jedoch nicht über weitere Ausgänge verfügen, musste die Rettung über die von der Feuerwehr mitgeführten Brandfluchthauben durchgeführt werden.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, wurden die jeweiligen Gruppenführer über die Lage unterrichtet. Umgehend schickte der Gruppenführer des LF 20/16 einen Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude. Auch vom TLF 16/25 wurde ein Trupp in das Gebäude entsandt, während beide Mannschaften jeweils einen Sicherungstrupp stellten.
Parallel hierzu wurde die Wasserversorgung von beiden Löschfahrzeugen über Hydranten sichergestellt und das Be- und Entlüftungsgerät des RW 2 in Stellung gebracht. Da abzusehen war, dass die Atemschutzgeräteträger auf keinen Fall ausreichen würden, wurde angenommen, dass weitere Abteilungen der FW Mosbach alarmiert worden wären und sich kurz vor der Einsatzstelle befänden. Da diese umgehend Sicherungstrupps stellen könnten, wurden zwei weitere Trupps in das Gebäude zur Menschenrettung geschickt. So waren zeitweise bis zu vier Trupps gleichzeitig in den Kellerräumen.
Bei der Suche nach den Verletzten in den völlig dunklen Räumen, erleichterte die mitgeführte Wärmebildkamera die Arbeit erheblich.
Nach einiger Zeit waren alle Vermissten gerettet und ins Freie gebracht worden. Nach dem Abbau wurden die weitläufigen Kellerräume von sämtlichen Einsatzkräften begangen, um einen Überblick bei eingeschalteter Beleuchtung zu erhalten.
Im Gerätehaus angekommen, wurden die Fahrzeuge aufgerüstet und eine Nachbesprechung durchgeführt.
Unser Dank gilt dem Team des Bistros „Kandelschuss“ für die Möglichkeit, an diesem Objekt üben zu können und für die Versorgung mit kühlen Getränken, sowie einigen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, welche sich als Verletztendarsteller betätigten.
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