Übung 20.06.2011
Eine Übung zum Thema „Menschenrettung“ stand am Montag, dem 20.06.2011 auf dem Dienstplan der Feuerwehr Mosbach, Abteilung Mosbach-Stadt. Angenommen wurde, dass es in einem mehrstöckigen Wohngebäude in der Waldstadt zu einem Kellerbrand mit entsprechender Rauchentwicklung gekommen ist.
Beim Eintreffen des ersten Löschgruppenfahrzeuges, berichtete ein Anwohner den Einsatzkräften, dass sich vermutlich noch vier Jugendliche im Keller befänden. Weiter merkte er an, dass das Treppenhaus bereits stark verraucht sei und daher der Fluchtweg für einige Bewohner der oberen Stockwerke abgeschnitten sei.
Durch diese Angaben, wurde die Einsatzstelle in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Den ersten Abschnitt bildete das LF20/16, von welchem ein Trupp unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung in Brandbekämpfung in den Keller vorging. Parallel dazu wurde ein weiterer Trupp als Sicherungstrupp bereitgestellt, die Wasserversorgung aufgebaut und eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Schnell waren zwei Jugendliche gefunden und wurden nach draußen gebracht, wo sie von weiteren Einsatzkräften übernommen wurden.
Im rückwärtigen Bereich wurde die dreiteilige Schiebleiter in Stellung gebracht, um hier eine Menschenrettung durchführen zu können. Nachdem die Besatzung des TLF16/25 diese in Stellung gebracht hatten, wurde ein weiterer Trupp als Sicherungstrupp gestellt, da der bisherige Sicherungstrupp als weiterer Angriffstrupp zur Menschenrettung in den Keller geschickt wurde. Kurz darauf kam eine Mayday-Meldung des zweiten Angriffstrupps. Dies bedeutet, dass ein Mitglied des Trupps verunglückt ist und Hilfe von außen benötigt wird, um den verletzten Kameraden nach außen bringen zu können. Daher wurde umgehend der Sicherungstrupp in das Gebäude geschickt. Dort wurde dem Kameraden der Pressluftatmer der Rettungstasche angeschlossen und dieser mit Hilfe des Bergetuches nach außen transportiert. Abschließend wurde noch eine Anwohnerin, geschützt durch eine Brandfluchthaube, über das Treppenhaus ins Freie gebracht und das Treppenhaus belüftet.
Die Drehleiter fuhr während der Übung von verschiedenen Positionen aus die einzelnen Wohnungen des Gebäudes ab, um zu testen, ob im Brandfalle alle Bereiche erreichbar wären. Hierbei konnte festgestellt werden, dass es in einem Bereich Verbesserungsbedarf gibt.
Abschließend erläuterte Thomas Vieten den anwesenden Einsatzkräften die Lage und die einzelnen Aufgabenstellungen innerhalb der Übung, bedankte sich bei Michael Strauß und Steffen Großkinsky für die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung sowie bei den Anwohnern für ihre Bereitschaft an dieser Übung mitzuwirken sowie der Verpflegung der Einsatzkräfte.
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