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Brandeinsatz 21.04.2011

Kleineinsatz 07.04.2011

Brandeinsatz 13.04.2011

Einsatznr. Datum Uhrzeit Einsatzart Einsatzort
44 13.04.2011 02:56 Uhr Brandeinsatz Waldstraße

Fahrzeuge und Mannschaft

Fahrzeuge Mannschaft Atemschutzgeräteträger Einsatzdauer
Abt. Mosbach-Stadt:
MTW 1/19/1
MTW 1/19/2
RW 2
LF 20/16
TLF 16/25
LF 8
DLK 23/12
SW 2000
KEF
KdoW

Abt. Neckarelz-Diedesheim:
ELW
LF 16/12
TSF
GW-G
Polizei
Rettungsdienst

Abt. Lohrbach:
LF8/6

Abt. Sattelbach:
TSF-W

Abt. Reichenbuch:
TSF

Feuerwehr Elztal
Abt. Dallau:
LF16/12
Abt. Auerbach:
TSW-W

sonstige:
Polizei
Rettungsdienst
stv. Kreisbrandmeister
33 nur Mosbach-Stadt
insgesamt ca. 75
13 (nur Mosbach-Stadt)
insgesamt ca. 35
ca. 11,5 Stunden

Bericht

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zu einem Brandausbruch in einem Wohnhaus in der Waldstraße. Gemeldet wurde ein Brand an der Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde daher ein C-Strahlrohr im Außenangriff vorgenommen um die Flammen niederzuschlagen und die Zeit bis zum Eintreffen der Drehleiter zu überbrücken.
Nachdem diese eingetroffen war, wurde umgehend das Wenderohr eingesetzt, da dieses das Löschwasser effektiver an den Brandherd brachte. Parallel dazu wurde der Angriffstrupp des LF20/16 unter Atemschutz in das Gebäude geschickt, um den Brandherd zu finden und Löschmaßnahmen einleiten zu können. Nach einiger Suche konnte ein Feuer in der Zwischendecke in Nähe des Kamins festgestellt werden. Um dieses bekämpfen zu können, war es erforderlich, die Verkleidung zu entfernen. Dabei entdeckten die Einsatzkräfte, dass sich der Brand schon hinter den Deckenpaneelen ausgebreitet hatte. Daraufhin wurde der Angriffstrupp des TLF16/25 zur Unterstützung in das Gebäude geschickt. Gemeinsam wurde daraufhin begonnen die Decke komplett zu entfernen. Durch die daraus resultierende Luftzufuhr ging die Brandausbreitung immer schneller vonstatten. Da auch der Wasserbedarf stieg, wurde mit dem SW2000 eine weitere Zuleitung zur Einsatzstelle gelegt.
Bedingt durch die Bauweise des Gebäudes konnte im darüber liegenden Speicher keine Entlüftungsöffnung geschaffen werden. Dadurch mussten die Einsatzkräfte in kurzen Abständen ausgetauscht werden, da ihr Luftvorrat aufgebraucht war. Auch die anstrengende Arbeit mit schwerem Gerät verkürzte die Einsatzzeit der einzelnen Atemschutztrupps erheblich. Da abzusehen war, dass die vorhandenen Atemschutzgeräteträger nicht ausreichen würden, wurde die Abteilung Neckarelz-Diedesheim mit weiteren Geräteträgern nachalarmiert.
Nach deren Eintreffen wurde gemeinsam die Deckenverkleidung entfernt. Da sich, aufgrund der fehlenden Entlüftungsöffnung, immer mehr Brandgase im Gebäude sammelten, bestand die Gefahr einer Rachgasdurchzündung. Dies sollte sich auch kurze Zeit später bewahrheiten.
Ab diesem Zeitpunkt war vorübergehend nur noch ein Außenangriff möglich. Da sich ein längerer Einsatz abzeichnete, wurden die restlichen Abteilungen der Mosbacher Feuerwehr sowie die Feuerwehr Elztal mit den Abteilungen Dallau und Auerbach nachalarmiert. Durch weitere Trupps wurde ein Außenangriff gefahren. Da dieser jedoch keinerlei Erfolg zeigte, entschloss sich die Einsatzleitung, das Dach mit einem Bagger zu öffnen. Dieser wurde bei der ortsansässigen Recyclingfirma INAST angefordert und stand nach kurzer Zeit zur Verfügung.
Nachdem das Dach entfernt wurde, konnten die Flammen im Gebäude gezielt gelöscht werden. Während des gesamten Einsatzes wurden Schadstoffmessungen durch die Besatzung des GW-G durchgeführt.
Nach Ende der eigentlichen Löscharbeiten wurde noch für eine Zeit eine Brandwache gestellt und parallel dazu wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet.



aus dem Polizeibericht:

Wohnhausbrand
Mosbach. In den frühen Morgenstunden ist in einem Wohnhaus in der Waldstraße ein Brand ausgebrochen. Von einem Zeugen wurden kurz vor 03.00 Uhr die Rettungskräfte alarmiert, nachdem er Feuer im Dachbereich des betroffenen Hauses festgestellt hatte. Von der Polizei wurden die beiden Bewohner des Hauses auf den Brand aufmerksam gemacht, so dass diese das Haus rechtzeitig verlassen konnten. Zur Brandbekämpfung sind die FFW Mosbach, Neckarelz, Diedesheim, Lohrbach, Sattelbach und Reichenbuch mit
ca. 75 Mann im Einsatz. Aufgrund einer auf dem Dach befindlichen Photovoltaik-Anlage und dem Blechdach des Hauses gestalten sich die Löscharbeiten schwierig und dauern noch an. Die Bewohner der umliegenden Häuser werden von Feuerwehr und Polizei evakuiert. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und damit verbundenen möglichen Gesundheitsgefahren sollen Fenster und
Türen in der näheren Umgebung geschlossen gehalten werden. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.
Ergänzung 10.00 Uhr:
Der Brand konnte gegen 09.45 Uhr gelöscht werden. Die Arbeit der Feuerwehr wird in ca. 30 Minuten beendet sein. Im Einsatz war außer den genannten FFW auch die FFW Elztal. Von der FFW Mosbach wurde für die Löscharbeiten eine Drehleiter eingesetzt. Das Obergeschoss sowie das Dachgeschoss des Wohnhauses sind vollständig ausgebrannt. Nach ersten polizeilichen Schätzungen dürfte ein Schaden von ca. 500.000 Euro entstanden sein. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

(c) Polizeidirektion Mosbach PRESSESTELLE, (14.04.2011)


Aus der RNZ vom 14.03.2011

Bild: H. Schattauer

Wohnhausbrand in Mosbach hielt Feuerwehr und Nachbarn die halbe Nacht in Atem
Von Heiko Schattauer

Mosbach. Auch mehr als sechs Stunden nach der Brandmeldung war das Feuer noch immer nicht vollständig gelöscht. Dichter Rauch zog auch um 9 Uhr gestern Morgen noch durch die Mosbacher Waldstraße, wo um 2.51 Uhr ein Feuer "im Dachbereich eines Wohnhauses" gemeldet worden war. Dessen offensichtlich schlafende Bewohner (ein Mann und eine Frau mittleren Alters) wurden daraufhin von der Polizei auf den Brand des eigenes Hauses aufmerksam gemacht und aus selbigem herausgeholt. Dank des wachsamen Nachbarn konnte also zumindest menschlicher Schaden verhindert werden.
Immensen Sachschaden – erste Schätzungen der Polizei gehen von rund einer halben Million Euro aus – gibt es gleichwohl zu beklagen. Denn für das Haus selbst konnten die Feuerwehren aus Mosbach, Neckarelz, Diedesheim, Lohrbach, Sattelbach, Reichenbuch und Elztal mit rund 80 Mann und Drehleiter stundenlang vor Ort im Einsatz, nämlich nicht mehr allzu viel tun.
"Das Problem war das Blechdach", schilderte Detlev Ackermann (Kommandant der Feuerwehr Mosbach) im Beisein von Mosbachs OB Michael Jann und seinem Bürgermeisterkollegen Michael Keilbach, die sich vor Ort ein eigenes Bild machen wollten. Die auf dem Dach befindlichen und im Brandfall mitunter heiklen Fotovoltaikplatten seien in diesem Fall weniger problematisch gewesen, sondern vielmehr die Tatsache, dass man – im Gegensatz zu einem herkömmlichen Dach aus Ziegeln – durch das Blechdach nicht habe "durchlöschen" können. Erst mit einem eilig von der Entsorgungsfirma INAST organisierten Bagger mitsamt Spezialgreifer kam man schließlich weiter und konnte das Dach öffnen bzw. anheben. Darunter stießen die Löschtrupps auf eine dicke Isolierungsschicht, die dem Feuer zusätzliches Futter bot.
"Das war wie ein Brand in einer Blechbüchse", verdeutlichte ein Feuerwehrverantwortlicher. Und diese Büchse öffnen konnte offensichtlich nur der Abrissbagger. Allerdings bedurfte es auch noch logistischer Anstrengung, das schwere Gerät mitsamt Tieflader und Container durch die enge Waldstraße bis hin zum Brandort zu bugsieren. Noch unter den Wasserstrahlen der Feuerwehr wurden die Überreste der Dachkonstruktion gestern Vormittag z.T. direkt in den Entsorgungscontainer gehievt.
Immerhin hatte die Feuerwehr zeitig ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Häuser im dicht bebauten Gebiet verhindern können. "Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten Nachbarn jedoch zeitweise evakuiert werden", so Ackermann. In der Umgebung wurden die Anwohner zudem angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Gegen 9.45 Uhr konnte die Feuerwehr dann schließlich vermelden: Brand gelöscht, Obergeschoss und Dachgeschoss des Wohnhauses vollständig ausgebrannt, geschätzte 500000 Euro Sachschaden.
Die Ermittlungen zur Brandursache – als Ausgangspunkt des Feuers wurde nach ersten Erkenntnissen der in der Dachmitte befindliche Kamin ausgemacht – laufen. "Das kann ein paar Tage dauern", konnte eine Polizeisprecherin gestern Nachmittag noch keine weiteren Auskünfte geben.




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