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Kommandanten der Feuerwehr Mosbach

Chronik

Das Feuerlöschwesen in Mosbach -

beginnt mit einer Feuerlöschordnung aus dem Jahre 1368. Darin verordnete Pfalzgraf Ruprecht 1309-1390, ab 1353 Kurfürst (Gründer der Universität Heidelberg), dass wenn es dazu käme, dass es brennen würde, dass Feuer anginge oder Feuergeschrei wäre, so sollte man dazu Glocken läuten, dazu soll dann jedermann kommen und darin das Beste tun.
Hilfeleistung bei einem Brand war also Sache der Allgemeinheit und Pflicht jeden Bürgers.

Im 16. Jahrhundert gab es in Mosbach im Rahmen der Gemeindeämter vier Feuerbeseher, deren Aufgabe es war, in dem ihnen zugeteilten Stadtviertel von Haus zu Haus zu gehen und zu besichtigen ob jemand in seiner Behausung schädliche Dinge (Stroh, Reisig, Flachs) an gefährlichen Orten hat. Die Feuerwache besorgten die Türmer auf den sieben Türmen der Stadt.

Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Mosbach schon eine "Wasserkunst" die "rote Feuerspritze". Löschwasser kam aus dem durch die Stadt fließenden "Kandel". Im Jahre 1850 erschien eine neue Löschordnung die schon Richtlinien für die Errichtung und Organisation der freiwilligen Feuerwehren beinhaltete.

Die eigentliche Veranlassung zur Gründung der Wehr war ein größerer Brand in der Entengasse am 26. Januar 1852, bei dem die Mängel des bisherigen Systems deutlich geworden waren. Im April richtete man im "Odenwälder Boten", dem Amtsblatt, einen Aufruf zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr an die Bürgerschaft. Durch den spontanen Beitritt von 80 Bürgern war die Freiwillige in Mosbach gebildet - als 14. im Badnerland.

Die ersten Übungen leitete Carl Metz aus Heidelberg, Fabrikant und Lieferant der angeschafften Geräte. Eine erste Hauptübung fand am 8. November 1852 an der "Zuckermühle" in Anwesenheit "der Herren Beamte und Gemeindevertreter" statt.

Ab 1872 wurden Michelsrot- und Kandelquellen zur Einführung einer Wasserleitung herangezogen. Ab 1891 kann aber erst von einer Wasserleitung gesprochen werden, die auch der Brandbekämpfung dienen konnte. Die Wasserleitung brachte für die Wehr entscheidende Neuerungen, es wurde eine Hydrantenabteilung gegründet und 2 Hydrantenwagen gehörten fortan zur Ausrüstung. Im Jahre 1900 erhielt die Wehr eine zweite mechanische Schiebeleiter von 15 Metern Höhe.

Als 1903 das 50-jährige Bestehen der Wehr gefeiert werden konnte, hatte diese eine aktive Mannschaft von 180 Bürgern. Im Jahre 1924 leitete die erste Motorlafettenspritze die Motorisierung der Wehr ein.

Unter dem Nationalsozialismus erfuhr die Wehr im Jahre 1938 eine Uniformierung; sie war zu einer technischen Hilfsorganisation der Ortspolizeiverwaltung geworden. Während des 2. Weltkrieges wurde eine "Weckerlinie" eingerichtet und im Rathaus eine Brandwache organisiert. Während des Krieges war die Wehr mit der Automobilspritze zur Brandbekämpfung, der durch Fliegerangriffe stark beschädigten Städte und Gemeinden wie Mannheim, Heilbronn, Neckarsulm und Neckargerach, eingesetzt.

Durch Einberufungen zum Kriegsdienst war die Wehr 1944 - 1945 so stark geschwächt, dass auch weibliche Hilfskräfte zum Feuerwehrdienst berufen wurden. Sie trugen den Namen "Feuerwehrhelferinnen".

Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte am 31. Oktober 1945 mit 35 Mann der Neuanfang. In den folgenden Jahren vollzog sich in der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland im Wiederaufbau ein "Wirtschaftswunder", in gewissem Maße hatte auch die Freiwillige Feuerwehr daran ihren Anteil, in dem sie ihren Gerätepark erweitern konnte. Im Jahre 1966 wurde eine mechanische Drehleiter und im Jahre 1970 ein modernes Tanklöschfahrzeug angeschafft.

Fuhrpark 1960

Am 13. Oktober 1971 wurde mit 19 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren eine Jugendfeuerwehr gegründet. Sie bezog Unterrichtsräume im Feuerwehrgerätehaus und widmete sich mit viel Elan ihren Aufgaben. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Die Jugendfeuerwehr erfreut sich auch heute noch regen Zuspruchs.

Mit den Eingliederungen der Gemeinden Reichenbuch, Lohrbach und Sattelbach in den Bereich der Stadt Mosbach, bahnten sich ab 1972 erste Veränderungen an. Nachdem am 1. Juli 1975 durch dem Zusammenschluss der Elzmündungsgemeinden die "große Kreisstadt Mosbach" gebildet war, erfolgte auf Grund der neuen, für die Feuerwehren Mosbach, Lohrbach, Reichenbuch, Sattelbach und Neckarelz-Diedesheim nunmehr gültigen Satzung, am 15. Oktober 1975 die erste Wahl eines Kommandanten der Gesamtwehr Mosbach.

Fuhrpark 1977

Seit August 1973 ist die Abt. Mosbach-Stadt mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Der Gerätepark wurde 1983 durch Anschaffungen der Fahrzeuge LF16 1975, RW2 1977, VRW 1981, TLF8/18 wesentlich erweitert.

Da das Gerätehaus den Anforderungen der Wehr nicht mehr genügte und ein Neues oder gar ein "Rettungszentrum" mit allen Schikanen nicht realisierbar war, schritt die Wehr zur Selbsthilfe und erstellte zum Jubiläumsjahr 1977 einen Anbau in Eigenregie. Damit, und auch mit weiteren baulichen "Provisorien" wie dem Ausbau des 1.OG und einer weiteren Fahrzeughalle, wurde die Situation stets den wichtigsten Erfordernissen angepasst. Dies sollte aber für die Verantwortlichen nicht bedeuten, dass damit das Problem einer zweckmäßigen und ausreichenden Bleibe für die Wehr und ihre Ausrüstung nun gelöst wäre.

Auf Grund des Umbaus der "Alten Mälzerei" im Jahre 1996, welcher für die Stadt sehr bedeutsam war, verlor die Stadthalle ihre Funktion. Hierdurch ergaben sich nun neue Perspektiven für die Feuerwehr Mosbach Abt. Stadt.

Nach langen, langen Diskussionen hat sich die Stadtverwaltung für eine dezentrale Unterbringung der Abteilungswehren ausgesprochen, die Planer sahen einen Erweiterungsbau am bisherigen Standort als sinnvoll an.

Mit dem Abriss der alten Stadthalle durch die Feuerwehr wurden Signale gesetzt, sodass - rechtzeitig zu den Jubiläumsfeierlichkeiten vom 06. - 10. Juni 2002 - die neue Fahrzeughalle bezogen werden konnte, wenn auch die Fertigstellung im Obergeschoss dann noch nicht realisiert war.




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